Multimedia-Kampagne: Luther erleben

Inmitten der Vorbereitungen für das Reformationsjubiläum, als das Thema mit einer unglaublich hohen Frequenz von allen Seiten bespielt wurde, hat uns die IMG Tourismus mit einer Multimedia-Kampagne zu eben jenem Thema beauftragt. Die größte Herausforderung war es demnach, in der bestehenden Content-Flut herauszustechen und jene Lücken zu finden, die der öffentliche Diskurs bisher nicht berücksichtigt hat. Unser Konzept baute daher auf drei wesentlichen Säulen: persönliche Nähe, hohe Vielfalt im Content und freie Hand bei der Wahl der Formate.

Persönliche Nähe

Alle redeten über Luther und die Reformation, über die historischen Ereignisse und ihre Bedeutung für die heutigen Gesellschaften, für Kirche und Politik. Weitestgehend unbeachtet blieb der einzelne Mensch, wenn er nicht gerade hochrangiger Politiker oder Pfarrer in der Lutherstadt Wittenberg war. Welche Lehre er persönlich aus der Reformation zog, welche Botschaft ihm wichtig war und was er sich für den künftigen Umgang vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Umbrüche seit der Reformation wünschte. Wir stellten die Kampagne daher unter einen persönlichen Blickwinkel. „Das Reformationsjubiläum bedeutet für mich…“ war unsere Klammer, mit der wir die einfachen Menschen – vom Luther-Touristen bis zum historischen Stadtführer – zu Wort kommen ließen.

Abwechslungsreicher Content

Bei einem Thema wie der Reformation ist es gerade in Jubiläumsjahren nicht möglich, alle Bereiche abzudecken. Das ist bei der Vielzahl der Publisher auch gar nicht notwendig. Im Gegenteil: Zum Ende des Reformationsjahres 2017 konnte einem eher das Gefühl beschleichen, alles schon x-mal gehört zu haben. Dabei gab es durchaus weiße Flecken in der öffentlichen Auseinandersetzung und auf die haben wir uns konzentriert. Gefunden haben wir sie fernab der Geschichtsbücher und der wichtigen Personen im Jubiläumsjahr: bei den Menschen in der zweiten Reihe, wenn man so will. Bei dem Inhaber einer historischen Druckerstube in der Lutherstadt Wittenberg, der über seine Leidenschaft erzählt. Bei einem Ehepaar, Gründer des ersten deutsch-deutschen Kirchbauvereins und Experten für die von der Reformation geprägten Hausinnenschriften in Osterwieck. Auch wenn dieser Content dem hohen Anspruch, den 500 Jahre mit sich bringen, auf den ersten Blick nicht gerecht zu werden scheint – er tut es schon deswegen, weil er die Menschen bewegt. Es gibt viele dieser kleinen Geschichten, die noch nicht erzählt wurden.

Multimedia-Kampagne: Form folgt Inhalt

Die Arbeit mit „ganz normalen Menschen“ birgt ein gewisses Risiko: Vorab ist nicht genau abschätzbar, wie sich der Gegenüber präsentieren wird, wie er beispielsweise mit Nervosität vor der Kamera umgeht oder wie redselig er ist. Eine grobe Ahnung davon schaffte der Kontakt per Email oder Telefon im Vorfeld. Trotzdem haben wir darauf verzichtet, jeden Beitrag strickt zu konzipieren, haben das Format weitestgehend offen gelassen und erst nach der Sichtung des erstellten Materials festgelegt. Dadurch war es einfacher, sich auf den jeweiligen Menschen einzulassen, den Punkt zu finden, an dem er über seine Leidenschaft ins Plaudern gerät und letzten Endes viel mehr Einblick gewährt, als wir im Vorfeld hätten abschätzen können. Das entstandene Material ist erst dadurch wirklich authentisch geworden.

Social Media-Marketing

Um den Content einer größeren Zielgruppe als der bisherigen Leserschaft zugänglich zu machen, wurde jeder Beitrag auf Facebook gesponsert. Die Option des Social Media-Marketing schien den Organisatoren des Reformationsjubiläums, nicht nur für den Tag selbst, sondern auch schon im Vorfeld, nicht sonderlich notwendig zu sein. Daher konnten wir gerade in dem Bereich sicher sein, den Nutzer nicht wie tausend Andere mit demselben Thema zu überlasten.

Fazit

Am Ende der Kampagne können wir auf 14 Beiträge aus sieben Städten zurückblicken. Artikel, Interviews, Fotostrecken und Videos sind entstanden, produziert für Website und Facebook – eben eine Multimedia-Kampagne.


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Ihr Ansprechpartner

Jessica Bülau

Jessica ist Online-Vermarkterin und Konzeptionistin bei KNO. Analyse und Optimierung sind ihr Alpha und Omega. Und dazwischen liegt die Freude daran, Bestehendes in Frage zu stellen und Neues zu entwerfen.

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