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Ein Tip zum Stöbern für regnerische Nachmittage im Herbst: Brutalistische Websites

Eigentlich kommt der Brutalismus aus der Architektur und ist eher eine Haltung denn eine visuelle Stilrichtung. Laut Wikipedia kommt der Begriff vom französischen Begriff béton brut (roher Beton), der auf das wichtigste Merkmal des Stils verweist, nämlich die Materialsichtigkeit des Baus. Nach Jahrhunderten voller reich verzierter Gebäude kam man ab den 50er Jahren also auf den Kern des Bauens zurück. Auf Baumaterialien und Grundrisse, die stets erkennbar blieben.

Eine ähnliche Bewegung ist nun beim Webdesign erkennbar, wenn auch nur bei einer gewissen Designer-Avantgarde. Brutalistische Websites sammelt www.brutalistwebsites.com. Sie sind teilweise bemerkenswerte Zeichen einer Gegenbewegung zu glattdesignten Websites und Auftritten bei Facebook, Instagram usw. Oftmals mit weiß als Grundfarbe konzentrieren sich die Seiten auf wenige Inhalte und Designelemente. Dabei ist viel Kunst-Affines, Witziges oder auch Traditionelles. Kritiker werden zu Recht einwenden, einige Sites könne man getrost auch brutal hässlich nennen, aber das ist eben Geschmackssache. Die Betreiber der Sammlung jedenfalls sehen es so: 

In its ruggedness and lack of concern to look comfortable or easy, Brutalism can be seen as a reaction by a younger generation to the lightness, optimism, and frivolity of today’s web design.

Meine besonderen Empfehlungen aus der Sammlung: 

www.pictureshow.tv 

www.workhackathon.com 

www.areyoueatingdinnerwithyourfather.com

Ich wünsche viel Spaß auf www.brutalistwebsites.com

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